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Was war letzte Woche los? Der Wochenrückblick sagt es dir.

Einmal pro Woche eine Mail, die sagt, was sich in deinen Anwendungen verändert hat und wo du zuerst hinschauen solltest. Mit Score, Ladezeit, Fehlern und Releases. Abbestellen geht mit einem Klick.

Kamil Adrian Czujowski

Kamil Adrian Czujowski

6 Min. Lesezeit


Ein Dashboard beantwortet jede Frage, die man ihm stellt, und seit den Beobachtungen hält es auch selbst fest, was sich verändert hat. Nur muss jemand hineinschauen. Wer am Montagmorgen wissen will, ob die letzte Woche normal war, klickt sich durch Ladezeiten, Fehler und Traffic, Anwendung für Anwendung, und hofft, dass ihm dabei nichts entgeht.

Deshalb ist seit diesem Montag der Wochenrückblick live: eine Mail pro Organisation und Woche, die dir sagt, was sich verändert hat, wo du zuerst hinschauen solltest und welche Zahlen dahinterstehen. Standardmäßig montags um 9 Uhr, für jedes Mitglied deiner Organisation.

So sieht er aus. Die Mail unten ist ein Beispiel aus unseren Testdaten, Anwendungen und Domains haben wir auf fastmon.eu umgestellt.

Die Mail so, wie sie ankommt, zum Durchscrollen: oben ein Satz, darunter eine Zeile pro Anwendung und was sich über mehrere Wochen verschiebt.

Ein Satz zuerst

Die Mail ist ein Signal, kein Bericht. Sie beginnt mit einem Satz, der sagt, was diese Woche Aufmerksamkeit verdient: dass eine Domain keine Daten mehr meldet, dass ein neuer Fehler aufgetaucht ist, dass ein Blog plötzlich doppelt so viele Aufrufe hatte. Wer nur diesen Satz liest, weiß schon, ob heute etwas zu tun ist.

Eine ruhige Woche ist eine kurze Mail. Und eine Organisation, deren Anwendungen in der Woche nicht genug Daten gesammelt haben, bekommt gar keine.

Eine Zeile pro Anwendung

Darunter steht eine Tabelle mit einer Zeile pro Anwendung. Eine Anwendung ist dabei das, was du in fastmon angelegt hast, mit all ihren Domains: Ein Shop auf www und m. ist eine Zeile, nicht zwei mit halbem Traffic.

Jede Zeile hat vier Zahlen:

  • Score, der Experience Score von 0 bis 10 mit Note
  • Besucher
  • Ladezeit, der LCP am p75
  • Fehler, die eigene Fehlerrate: der Anteil der Seitenaufrufe mit einem JavaScript-Fehler aus deinem eigenen Code. Fehler aus eingebundenen Skripten Dritter zählen nicht mit

Unter jeder Zahl steht in einer zweiten Zeile die Veränderung zur Vorwoche, so kurz wie möglich: “-42 %” bei Besuchern, “24 % langsamer” bei der Ladezeit, “zuvor 8,1” beim Score. Liegt die Veränderung im Rauschen, steht dort “stabil”. Mehr Besucher sind dabei weder gut noch schlecht, deshalb bekommt Traffic nie eine Farbe.

Drei Regeln halten die Tabelle ehrlich. Bots zählen nirgends mit, auch nicht im Score. Entwicklungs- und Staging-Anwendungen erscheinen gar nicht, weil ein Lasttest auf Staging niemandem eine Mail wert ist. Und eine Anwendung mit weniger als 50 Seitenaufrufen in der Woche bekommt “zu wenig Daten” statt einer Bewertung.

Höchstens drei Hinweise pro Anwendung

Nach der Tabelle folgen Detailblöcke für bis zu drei Anwendungen, und zwar nur für die, bei denen etwas aufgefallen ist. Welche das sind, entscheidet die Dringlichkeit: zuerst Ausfälle wie eine Domain, die nichts mehr meldet, dann neue oder stark gestiegene Fehler, dann der größte Einbruch im Score, dann Traffic. In jedem Block stehen höchstens drei Hinweise, die schwersten zuerst, und eine Verbesserung bekommt immer den letzten Platz, damit gute Nachrichten nicht untergehen.

Jeder Hinweis nennt die Zahlen beider Wochen und führt direkt zur passenden Seite im Dashboard.

Der wichtigste Hinweis ist der unscheinbarste: Eine Domain meldet nichts mehr. Hatte eine Domain in der Vorwoche mindestens 50 Aufrufe und diese Woche keinen einzigen, fehlt meist das Snippet nach einem Deploy. In der Summe einer Anwendung mit mehreren Domains fällt das kaum auf, deshalb prüft der Wochenrückblick jede Domain einzeln und stellt diesen Fall über alle anderen.

Damit die Mail nicht zum Rauschen wird, gelten ein paar Regeln:

  • Ein neuer Fehler ist erst ein Alarm, wenn er mindestens 0,5 % der Seitenaufrufe der Woche erreicht hat. Darunter steht er als Verbesserungsbedarf.
  • Einen Fehler, den jemand aus deinem Team im Dashboard als gesehen markiert hat, meldet er nicht noch einmal als neu.
  • Eine Verschlechterung, die in beiden Wochen dieselbe gerundete Zahl ergibt, etwa 1.180 und 1.245 ms, die beide 1,2 s lesen, taucht nicht auf.

Releases: seit, nicht wegen

Schickst du Release-Marker an fastmon, nennt der Wochenrückblick, wie viele Releases eine Anwendung in der Woche hatte und welches das letzte war. Das steht auch dann da, wenn sich nichts bewegt hat, damit du siehst, dass die Marker ankommen.

Zusätzlich misst er das neueste Release, für das vorher und nachher gleich viel Traffic vorliegt: 48 Stunden auf jeder Seite, wenn das passt, sonst 24. Verschlechtert sich danach LCP, INP, TTFB oder CLS deutlich, ab 20 % bei den Zeiten, entsteht ein Hinweis mit Versionsnummer. Formuliert ist er immer zeitlich, nie ursächlich: “seit Release 2026.10.4”, nicht “wegen”. Ein Deploy am Freitag teilt sich die Stunde mit Kampagnen, CDN-Änderungen und dem Wochenende, und eine Mail kann das nicht auseinanderhalten.

Über mehrere Wochen

Ein Vergleich mit der Vorwoche hat eine Schwäche: Ein Problem, das vor drei Wochen entstanden und seitdem geblieben ist, sieht von Woche zu Woche unverändert aus. Genau dann würde die Mail schweigen.

Zwei Dinge verhindern das. Die Trends aus den Beobachtungen stehen in einem eigenen Abschnitt “Über mehrere Wochen”, für jede Anwendung, nicht nur für die drei mit Detailblock. Eine Verschlechterung bleibt dort, solange sie offen ist, eine Verbesserung erscheint einmal, in der Woche, in der sie entsteht. Und eine Kennzahl, die diese und letzte Woche im schlechten Bereich lag, nennt der einleitende Satz mit “weiterhin”, auch wenn sich an ihr nichts bewegt hat.

Jeder Detailblock endet mit einer kleinen Tabelle aus Ladezeit, Reaktion auf Klicks, Layout-Sprüngen und Fehlerrate, mit bis zu vier Vorwochen als Spalten. Ein Pfeil heißt: Diese Bewegung fällt ins Gewicht. Ein Kreis heißt: zu klein, um etwas zu bedeuten. Bewertet wird nach den Richtwerten von Google für Core Web Vitals.

Dieselbe Woche im Dashboard

Alles, was in der Mail steht, steht auch im Dashboard, auf einer eigenen Seite: Wochenrückblick, in der Seitenleiste unter Analytics. Die Seite verwendet dieselben Sätze wie die Mail, damit beide nie etwas anderes sagen, zeigt aber acht Kennzahlen statt vier und für jede Anwendung ein eigenes Fenster mit allen Details.

Die Mail selbst lädt nichts nach: Das Logo ist ein eingebettetes SVG, es gibt kein externes Bild, kein Skript und damit auch kein Tracking-Pixel. Sie kommt in der Sprache, die du in deinem Konto eingestellt hast.

Abbestellen mit einem Klick

Der Wochenrückblick ist eine Service-Mail über deine eigenen Daten, keine Werbung. Er ist deshalb für jedes Mitglied einer Organisation eingeschaltet, unabhängig von der Rolle, und jedes Mitglied kann ihn jederzeit für sich selbst abschalten:

  • im Dashboard unter Konto, Benachrichtigungen, beim Schalter Wochenrückblick. Dort stellst du auch Wochentag und Uhrzeit ein, in deiner eigenen Zeitzone.
  • über den Link Abmelden am Ende jeder Mail.

Jede Mail endet mit beiden Wegen.

Der Link öffnet eine Bestätigungsseite, erst der Klick auf den Button schaltet die Mail ab. Das ist keine Schikane: Sicherheitsfilter in Firmen-Postfächern öffnen Links in Mails selbständig, und ein Link, der schon beim Öffnen abbestellt, würde Leute abmelden, die nie geklickt haben. Mail-Programme mit eingebauter Ein-Klick-Abmeldung nutzen denselben Weg und brauchen keine Bestätigung. Das Abmelden betrifft nur den Wochenrückblick, alle anderen Mails bleiben, wie sie sind.

Sag uns, was fehlt

Der Wochenrückblick ist so gebaut, dass er lieber einen Hinweis weglässt als einen falschen zu schicken. Wenn dir einer fehlt, wenn einer zu laut war oder ein Satz dich ratlos zurückgelassen hat, schreib uns über “Feedback senden” im Dashboard. Am meisten lernen wir aus den Wochen, in denen die Mail und dein Bauchgefühl nicht zusammenpassen.