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Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 29. Juni 2026

der fastmon labs UG (haftungsbeschränkt), Stresemannallee 4, 30173 Hannover, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 230880, vertreten durch die Geschäftsführer Kamil Adrian Czujowski und Lucas Röhrs („Anbieter"), für die Nutzung des Software-as-a-Service-Dienstes „fastmon".

§ 1 Geltungsbereich, Vertragsschluss

(1) Diese AGB gelten für sämtliche Verträge zwischen dem Anbieter und seinen Kunden über die Nutzung des fastmon-Dienstes. Kunde im Sinne dieser AGB ist ausschließlich Unternehmer gemäß § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Eine Nutzung durch Verbraucher gemäß § 13 BGB ist ausgeschlossen.

(2) Abweichende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(3) Der Vertrag kommt durch Registrierung des Kunden im fastmon-Dashboard und Akzeptanz dieser AGB sowie des Auftragsverarbeitungsvertrages (AVV) zustande. Der Kunde wird bei der Registrierung ausdrücklich auf diese AGB und den AVV hingewiesen, kann beide vor Akzeptanz in vollem Umfang einsehen und akzeptiert sie durch aktives Bestätigen der Geltung (Häkchenfeld). Damit sind die Voraussetzungen einer wirksamen Einbeziehung gemäß § 305 Abs. 2 BGB erfüllt. Mit Abschluss des Vertrages werden die zum Zeitpunkt der Registrierung gültige Datenschutzerklärung sowie der AVV (samt darin in Bezug genommener TOM) integraler und untrennbarer Vertragsbestandteil.

§ 2 Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden den SaaS-Dienst fastmon zur Messung der Performance und Verfügbarkeit der vom Kunden betriebenen Webseiten und Webanwendungen zur Verfügung (Real User Monitoring).

(2) Der Leistungsumfang ergibt sich aus dem vom Kunden gewählten Tarif sowie der Produkt-Dokumentation unter docs.fastmon.eu. Der Anbieter behält sich vor, den Leistungsumfang zur Verbesserung des Dienstes anzupassen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und keine wesentlichen Vertragspflichten beeinträchtigt.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, Unterauftragsverarbeiter und sonstige Dienstleister einzusetzen. Die jeweils aktuelle Liste ist auf Anforderung bei privacy@fastmon.eu erhältlich und im jeweils gültigen AVV aufgeführt.

§ 3 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde verpflichtet sich, die Zugangsdaten zu seinem Konto vertraulich zu behandeln und gegen Zugriffe Dritter zu schützen.

(2) Der Kunde sichert zu, keine personenbezogenen oder personenbeziehbaren Daten gleich welcher Art in vom Anbieter erfassbare Felder zu übermitteln, insbesondere nicht in URL-Pfade, Query-Strings, UTM-Parameter, Tag-Werte und Fehler-Kontexte (vgl. § 2 Abs. 4 AVV).

(3) Der Kunde stellt sicher, dass er über die jeweils erforderliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten verfügt und seine Endnutzer entsprechend informiert hat.

(4) Der Kunde ist verantwortlich für die korrekte Einbindung des fastmon-Beacons sowie für die Konfiguration des Collection Modes (anonymous, consent, full).

§ 4 Vergütung, Zahlungsbedingungen

(1) Die Vergütung richtet sich nach dem zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Preisverzeichnis bzw. dem individuell vereinbarten Tarif.

(2) Sofern nicht anders vereinbart, erfolgt die Abrechnung monatlich bzw. jährlich im Voraus. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Zugang ohne Abzug fällig.

(3) Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Mollie B.V. (Niederlande). Der Anbieter behält sich vor, weitere Zahlungsdienstleister hinzuzufügen.

(4) Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

§ 5 Verfügbarkeit, Service Level

(1) Der Anbieter strebt eine jährliche Verfügbarkeit des Dienstes von 99,5 Prozent an. Geplante Wartungsfenster und höhere Gewalt sind ausgenommen.

(2) Statusinformationen werden über status.fastmon.eu kommuniziert.

(3) Auf Enterprise-Plänen können erweiterte Service-Level individuell vereinbart werden.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien zum Ende der jeweiligen Abrechnungsperiode (monatlich oder jährlich) ordentlich gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei nachhaltigem Verstoß gegen Pflichten aus § 3 oder Zahlungsverzug.

(3) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail an support@fastmon.eu ausreichend).

(4) Nach Vertragsende werden Kundendaten gemäß § 10 AVV gelöscht.

§ 7 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich entsprechend den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO und dem BDSG.

(2) Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO in der unter fastmon.eu/avv jeweils gültigen Fassung ist integraler und untrennbarer Bestandteil dieses Hauptvertrages und wird mit Akzeptanz dieser AGB durch den Kunden zugleich abgeschlossen. Der Kunde bestätigt mit der Registrierung, dass er den AVV in der gültigen Fassung zur Kenntnis genommen, in zumutbarer Weise Kenntnis vom Inhalt nehmen konnte und mit dessen Geltung einverstanden ist (§ 305 Abs. 2 BGB). Bei Konflikten zwischen den Bestimmungen dieser AGB und des AVV gehen die Regelungen des AVV vor, soweit datenschutzrechtliche Themen betroffen sind.

(3) Für Enterprise-Konstellationen mit beidseitiger Unterschrift ist eine erweiterte AVV-Fassung verfügbar (Anfrage an privacy@fastmon.eu).

§ 8 Gewährleistung und Haftung

(1) Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Für leichte Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf das vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Nettoentgelt.

(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt. Die Haftungsobergrenze findet keine Anwendung auf Bußgelder nach Art. 83 DSGVO, soweit deren Ursache in den Verantwortungsbereich des Anbieters fällt.

(4) Der Anbieter haftet nicht für vom Kunden in erfassbaren Feldern eingebettete personenbezogene Daten unter Verstoß gegen § 3 Abs. 2.

§ 9 Geheimhaltung

Die Parteien verpflichten sich, sämtliche im Zusammenhang mit dem Vertrag erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben. Die Pflicht überdauert die Beendigung des Vertrages.

§ 10 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB unter Wahrung einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen anzupassen, soweit dies aus rechtlichen, regulatorischen oder produktbezogenen Gründen erforderlich ist und keine wesentlichen Vertragspflichten zum Nachteil des Kunden geändert werden.

(2) Widerspricht der Kunde der Änderung innerhalb der Ankündigungsfrist nicht, gelten die geänderten AGB als angenommen. Im Widerspruchsfall steht beiden Parteien ein außerordentliches Kündigungsrecht zum Wirksamwerden der Änderung zu.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Gerichtsstand ist Hannover, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Bei Widersprüchen zwischen diesen AGB und dem AVV gehen die Regelungen des AVV vor, soweit datenschutzrechtliche Themen betroffen sind.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.